Das Herz der Gemeinde schlägt jetzt am Annaberg RP 03.02.2021

Gemeindesekretärin Heidi Bodden hat sich an ihrem neuen Arbeitsplatz an der Groten Gert bereits eingelebt. Foto: Armin Fischer ( arfi )

Die Evangelische Kirchengemeinde Rheinberg hat ihre Aktivitäten im Haus der Generationen konzentriert. Auch das Gemeindebüro hat dort nun seinen Sitz.

Vor drei Monaten ist die evangelische Kirchengemeinde Rheinberg aus den Räumlichkeiten an Innenwall/Rheinstraße ins Haus der Generationen an der Straße Grote Gert am Annaberg gezogen, um zu sparen und den defizitären Haushalt weiter zu entlasten. Neben der Verwaltung konzentrieren sich künftig auch alle Gemeindeaktivitäten im Haus an der Grote Gert 50, lediglich die Gottesdienste sowie das Kirchencafé werden noch in der Innenstadt gefeiert.

Auch wenn das bunte Gemeindeleben mit allen Gruppen und Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie weitgehend ruht, zeichnet sich für Pfarrer Udo Otten ab, dass der Umzug die richtige Entscheidung war. Nicht nur aus Kostengründen: „Wir sind hier am Annaberg näher an den Menschen, an unseren Gemeindegliedern.“
Bereits vor ein paar Jahren hatte eine Gemeindeanalyse ergeben, dass ein Großteil der rund 3000 Gemeindeglieder am Annaberg beheimatet ist.

Info

So erreicht man das Gemeindebüro

Kontakt Das Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Rheinberg hat seinen Sitz  am Annaberg, Grote Gert 50, im Haus der Generationen.   Die Telefonnummer lautet 02843 2204, die Faxnummer 02843 860575. Per Mail ist das von Gemeindesekretärin Heidi Bodden geleitete Büro unter kontakt@kirche-rheinberg.de zu erreichen.

Öffnungszeiten Montag, Dienstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Donnerstag von 15 bis 17.15 Uhr, mittwochs geschlossen.

Nun ist eine solche Untersuchung allein kein Indikator für Nähe. Doch Gemeindesekretärin Heidi Bodden bestätigt den Eindruck: „Wir sind dorthin gezogen, wo die Gemeindearbeit stattfindet.“  Udo Otten wünscht sich, das sich die Gemeinde damit noch weiter öffnet: Im Haus der Generationen könne man sich auch einfach mal auf einen Kaffee treffen, ohne ein konkretes Anliegen zu haben. Das sei in den Räumen am Innenwall/Rheinstraße kaum möglich gewesen.

Auf den Betrieb im Haus der Generationen wird sich der Umzug der Gemeinde kaum auswirken. „Alle Gruppen werden – nach Corona – ihre Angebote wie gewohnt weiterführen“, versichert der Pastor. Bei der Neuorganisation des Zeitplans sei es lediglich zu einer Terminkollision gekommen, die zur Zufriedenheit der beiden betroffenen Gruppen gelöst wurde. Auch die Räumlichkeiten im Haus der Generationen wurden der neuen Situation angepasst: Das Büro renoviert, neue Möbel angeschafft und die EDV aktualisiert. Die Kegelbahn im Keller war schon vor Jahren aufgegeben worden, jetzt musste auch der alte Kegelautomat zugunsten von mehr Stell- und Lagerfläche weichen.

Heidi Bodden hat auf rund 20 Quadratmetern ihr Büro im Haus der Generationen bezogen und kümmert sich darin seit November um Administratives rund um Taufen, Hochzeiten oder Beerdigungen. Wegen der Corona-Kontaktbeschränkung ist das Anrufaufkommen aktuell hoch. Wann geht es weiter mit der Gemeindearbeit, wann finden Gottesdienste statt und wie läuft das überhaupt mit dem Streaming der Gottesdienste – das sind Fragen, die Heidi Bodden geduldig  beantwortet. Doch auch wer vor der Tür des Gemeindebüros stehe, werde nicht abgewiesen. Pastor Otten, der im Pfarrhaus am Innenwall wohnen bleiben wird, muss nun pendeln. „Eine überschaubare Strecke“, sagt er augenzwinkernd.

Was aus den Gebäuden in der Innenstadt wird, ist noch offen. „Wir arbeiten an einem tragfähigen Konzept“, so Otten. Ideen gebe es viele, aber noch habe man keine konkreten Pläne. Nur so viel steht fest: „Langfristig  sollen die Gebäude nicht leerstehen – davon werden sie auch nicht besser“, sagt der Gemeindepfarrer.

Von Nicole Maibusch

 

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