Neue Ideen für die Familienbildung RP vom 07.04.2021

Nadine Jilge bringt langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Eltern und Kindern mit. Foto: Armin Fischer ( arfi )

Die Rehabilitationspädagogin Nadine Jilge tritt die Nachfolge von Anke Sczesny als pädagogische Leiterin im Haus der Generationen an. Die Wahl-Rheinbergerin strebt neue Angebote und einen stärkeren Austausch der Kursleiter an.

Das sind ihre Ideen. Acht Jahre lang war Nadine Jilge im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) des St.-Anna-Krankenhauses Duisburg tätig, hat in der sogenannten Schreiambulanz zahlreiche Eltern beraten und unterstützt.
Eine schöne Zeit, wie sie sagt. Doch der Wunsch, künftig verstärkt ihr kreatives Potenzial in die Arbeit einzubringen, weckte den Wunsch nach beruflicher Veränderung.
Im Februar trat die Diplom-Rehabilitationspädagogin die Nachfolge von Anke Sczesny im Haus der Generationen der Evangelischen Kirchengemeinde Rheinberg an.

Von dort organisiert und koordiniert sie nun generationsübergreifende Familienbildungsangebote für die Gemeinden in Rheinberg sowie in Alpen und Bönninghardt. In ihrer Funktion ist sie außerdem Schnittstelle zum evangelischen Familienbildungswerk in Moers. Die gebürtige Moerserin, die unter anderem auch zwei Jahre an der Rheinberger Förderschule gearbeitet hat, bringt langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Eltern und Kindern mit. Unter anderem hat sie eine Ausbildung zur Gruppenleiterin von Kursen nach dem Prager Eltern-Kind-Programm (Pekip) absolviert, hat Pekip-Kurse im damaligen evangelischen Familienzentrum an der Schulstraße gegeben. „So habe ich auch Anke Sczesny kennengelernt“, erinnert sich die 44-Jährige, die seit 2009 mit ihrem Ehemann und den Zwillingen (13 Jahre) in Rheinberg wohnt. Dass sie im Haus der Generationen selbst einen Pekip-Kurs leitet, versteht sich irgendwie von selbst.

Info

Spielgruppenleiter für Alpen gesucht

Verstärkung Derzeit werden im Haus der Generationen Spielgruppenleiter für Alpen gesucht. Infos per E-Mail an nadine.jilge@kirche-rheinberg.de.

Kontakt Alle Neuigkeiten und Angebote im Haus der Generationen sind online abrufbar unter haus-der-generationen.eu.

Für die konzeptionelle Entwicklung der Familienbildung hat die Wahl-Rheinbergerin bereits viele Ideen. So möchte sie einen Arbeitskreis Familienbildung installieren, um die Kursleiter der einzelnen Standorte zusammenzubringen und den Austausch untereinander zu fördern. Auch die Weiterbildung der Kursleiter ist ihr wichtig. Und Jilge freut sich, dass das Team wächst.

Eine neue Mitarbeiterin wird im Mai hinzukommen. Mit ihr möchte Jilge im Haus der Generationen das neue Kurskonzept „Mini-Musen“ (für Kinder bis drei Jahre) umsetzen. Dahinter verbirgt sich ein Eltern-Kind-Kurs mit ganzheitlichem Ansatz: Sport, Bewegung, Kreativität und Musik sollen gefördert werden. Der Kurs „Maxi-Musen“ für die älteren Kinder soll später folgen.

„Ich kann mir auch themenspezifische Elternabende und die Einrichtung von Bildungslotsenprogrammen vorstellen“, sprudelt es aus Nadine Jilge hervor. Doch bei allen guten Ideen möchte die neue pädagogische Leiterin im Haus der Generationen in Zusammenarbeit mit dem Team ein bedarfsgerechtes Familienbildungsprogramm zusammenstellen. „Wir müssen schauen, was gewünscht ist“, sagt Jilge. Und was umsetzbar ist. „Unter den aktuellen Bedingungen ist das nicht viel“, seufzt die Rehabilitationspädagogin.Lediglich das „Teleklönchen“ für Eltern von Säuglingen mit Pekip-Elementen wird digital angeboten. „Auch wenn Online-Kurse und Zoom-Veranstaltungen sicher nicht für jeden etwas sind, dürfen wir die Bedeutung nicht unterschätzen“, betont Nadine Jilge. In der aktuellen Situation sei es gerade für Mütter mit kleinen Kindern ein ganz wichtiger Treff im Alltag.

Das Café Böhnchen, der Seniorentreff und das Demenzcafé, die Delfi-Kurse (Eltern-Säuglingskurse) und die Spielgruppen, Mutter-Kind-Turnen und Selbsthilfegruppen – viele Präsenzangebote im Haus der Generationen sind aufgrund der Pandemie weggebrochen. Dennoch hoffen Nadine Jilge und das Team, möglichst bald wieder loslegen zu können. „Wir stehen in den Startlöchern“, zeigt sich die neue pädagogische Leiterin im Haus der Generationen zuversichtlich.

Von Nicole Maibusch

 

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