Theaterstück soll anderen Mut machen RP 09.04.2019

Bei der Aufführung ihres Stücks „Panik bei den Chilischoten“ machten die jungen Darsteller eine gute Figur. Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Das junge Ensemble des Rheinberger CVJM führte im Haus der Generationen „Panik bei den Chilischoten“ auf.

Mit so viel Besuch hat sie überhaupt nicht gerechnet – die CVJM-Theatergruppe von Gisela Cengiz aus Rheinberg wollte für ihre Aufführung am Sonntag eigentlich nur 40 Stühle vor der Bühne aufbauen.
Mehr als 70 Zuschauer sind dann aber zum vierten Theaterstück des Ensembles gekommen. Weil die Acht- bis 14-Jährigen dieses Mal selbst ran wollten, hat Gisela Cengiz mit ihnen ein eigenes Stück geschrieben – „Panik bei den Chilischoten“, heißt es.
Nach einer ersten Ideenflaute, vielen Proben, bei denen das Ensemble zwischendurch nicht wusste, wo die Geschichte sie hinführt, haben sie es geschafft und konnten nun auf die Bühne gehen.

Die Chilischoten-Bande hat viel Unsinn im Kopf.
Die Mitglieder haben keine Schraube locker, und Streit gibt es bei ihnen im Sonderangebot. Lia ist die Chefin und das betont sie jedes Mal.
Max liebt Technik und schraubt gerne rum, er mag es nur nicht, im Mittelpunkt zu stehen. Lina will singen, aber weil sie immer schief singt, sind ihre Freunde genervt. Harry schimpft immer nur, und Lynn streitet sich oft und gerne. Johannes ist der beste Stürmer in der Runde und hat nur Fußball im Kopf. Bendiz hat Angst, sich in der Schule zu melden, und will nichts Falsches sagen.
Genauso wenig wie ihre Schwester Rosella.

Info

Etwas Hilfe beim Schreiben des Stücks

Stück Die Gruppe hat „Panik bei den Chillischoten“ geschrieben. Gisela Cengiz hat ihnen dabei geholfen, ebenso Monika van Elten und Annette Schäfer.

Mitspieler Asya Yesil, Jantje Schäfer, Jonah Gallois, Jonas Holler, Luna Vervoort, Malte Reinhaerdts, Marlene Schmengler, Raheel Amiri, Rebecca Rittinger, Rima Amiri, Sydney van Bebber.

Und dann ist da noch Tabea, die cool sein will, Kaugummi kaut und die Hausaufgaben erst morgens nach dem Zähneputzen macht. Dann kommt Mona. Sie ist neu in der Schule und kennt niemanden. Als Chefin Lia sie zum Treffen nach Schulschluss mitbringt, sind sich alle einig: Mona soll eine Mutprobe machen. Aber sie soll nicht etwa einen Regenwurm essen oder etwas stehlen: Nein, sie soll in die alte Bretterbude ihrer Eltern gehen und etwas mitbringen, das für die ganze Bande wichtig sein könnte. Sie macht sich auf die Suche. Als am nächsten Tag alle ungeduldig auf Mona warten, hat sie einen braunen Koffer dabei. Da sind lauter unnötige Dinge drin. Etwa ein Teekessel oder ein alter Bilderrahmen.

Dann finden die Kinder eine Kassette. Magische Musik für Kinder steht darauf. Erst verstehen die Chilischoten das nicht. Dann wagt sich Chefin Lia an die Kassette und sie hört Musik. Magische Musik, denn Lia scheint sich zu verändern. Und plötzlich sind auch ihre Freunde ganz ungläubig, denn Lia, die immer Chefin sein wollte, will nicht mehr die Chefin sein. Jetzt sollen alle Chefs sein.

Was die Musik mit den Kindern anstellt, soll bald auch Vertrauenslehrer Frey merken. Der ist verwundert über die Veränderungen der Kinder. Johannes, der beste Stürmer aus der Schule, hat sich auf einmal aus der Fußball AG abgemeldet und seine Kunstwerke, die der Kunst-Lehrerin früher gar nicht gefallen haben, sind richtig schön geworden. Lina kann endlich singen und bekommt die Hauptrolle im Schulmusical.

Dann passiert etwas Schreckliches. Als die Kinder sich um die Magische Musik streiten, geht die Kassette kaputt – Bandsalat. Weil die Chilischoten nicht mehr wissen, wie sie ihre Auftritte meistern sollen, wollen sie sich Ausreden überlegen. Doch Schuldirektor Herr Montag merkt, dass da was faul ist. Als er den Kindern beibringt, dass sie sich selbst Mut machen müssen, um alles zu schaffen, merken sie: um ihre Träume zu erfüllen, brauchen sie die magische Musik nicht. Sie lernen, dass sie alles allein schaffen können, sie „haben schon ganz anderes geschafft“.

Familien und Freunde klatschen stolz und lange. Nach dem Applaus haben dann alle noch Kaffee getrunken und Kuchen gegessen.

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