Vikarin Heinen ist jetzt Pfarrerin RP vom 07.04.2022

Wolfram Syben, Superintendent des Kirchenkreises Moers, überreicht Hanna Heinen ihre Berufungsurkunde. Foto: Kirchenkreis Moers

Die 30-Jährige Hanna Heinen ist vorerst in der Rheinberger Kirchengemeinde eingesetzt, ab Mai ist sie im Bethanien-Krankenhaus Moers und auch in der Emmauskirchengemeinde in Rheinhausen tätig.

Hanna Heinen hat ihre Vikariatszeit beendet, wird übergangsweise Pfarrerin in Rheinberg und bald auch im Bethanien-Krankenhaus in Moers. Das teilte der Kirchenkreis Moers mit.

Vor zweieinhalb Jahren kam Hanna Heinen frisch vom Theologiestudium in die Evangelische Kirchengemeinde Rheinberg. Dort sollte sie als Vikarin den praktischen Abschnitt ihrer Ausbildung absolvieren, also etwa Gottesdienste im Kreis der Gemeinde feiern, in der Seelsorge für andere da sein, Kranke besuchen. „Ich habe viel gelernt und bin dankbar für die kollegiale Unterstützung, die ich erfahren habe und die freundlichen Worte der Rheinbergerinnen und Rheinberger“, resümiert die 30-Jährige. „Und ich bin begeistert, wie kreativ und tatkräftig wir in Rheinberg zusammenarbeiten können, auch gemeinde- und konfessionsübergreifend, zum Beispiel in den gemeinsamen Pfingstgottesdiensten oder derzeit bei den leider so dringend notwendigen Friedensandachten.“

Sie hat in den vergangenen Jahren Kinder und ihre Eltern mit dem Segen unter den Schutz Gottes gestellt, Paare getraut, Verstorbene beerdigt und ihren Angehörigen zur Seite gestanden. „Seelsorge ist mir ein wichtiges Anliegen“, erzählt sie. „Menschen auf einem Teil ihrer Lebenswege zu begleiten, mit ihnen zu sprechen und zu erleben, wie sie aus den Gesprächen eine neue Perspektive entwickeln, ist auch für mich eine große Bereicherung.“ Ebenso sind ihr die Gottesdienste wichtig. „Wir können vom Leben sprechen und es feiern, ohne den Tod verschweigen zu müssen. Wir merken schmerzlich, wie das Leben mit Leid und Tod behaftet ist. Das müssen wir nicht verdrängen, alles hat vor Gott seinen Ort. Und wir sind getragen vom Zuspruch Gottes, dass wir unter seinem Segen leben können.“

Zur Vikariatszeit von Hanna Heinen gehört auch die Pandemieerfahrung. „Gottesdienste haben wir per YouTube-Film gefeiert, Kirchencafés per Konferenzsoftware ‚Zoom‘ organisiert“, erinnert sie sich, Seelsorge lief per Telefon oder notfalls weit voneinander entfernt mit Gesichtsmasken. „Die technischen Hilfsmittel sind eine gute Brücke zu den Menschen in diesen Zeiten. Aber sie können nicht vollständig den direkten Kontakt ersetzen, der die christliche Gemeinschaft mit ihrer Ausstrahlung ausmacht.“

Nun ist der Praxisteil abgeschlossen, das zweite Examen hat sie mit Bravour bestanden und das Studium damit endgültig beendet. So konnte ihr Wolfram Syben, Superintendent des Kirchenkreises Moers, die Berufungsurkunde zur Pfarrerin überreichen. „Ich freue mich sehr über diesen wichtigen Schritt für Sie, Sie sind jetzt Pfarrerin auf Lebenszeit“, beglückwünschte er die junge Theologin.

Ihren gemeindlichen Pfarrdienst im Probedienst beginnt sie in Rheinberg und wird ab Mai auch in der Emmauskirchengemeinde in Rheinhausen tätig sein. Mit halber Stelle wird sie ab Mai als Krankenhausseelsorgerin im Moerser Bethanienkrankenhaus Patientinnen und Patienten, Angehörigen und auch dem Klinikpersonal zur Seite stehen. Pfarrerin Anke Prumbaum, die dort bereits seit vielen Jahren tätig ist, wird wird sie in ihrem Dienst begleiten. „Ich freue mich auf meinen neuen Lebensabschnitt und bin gespannt auf die kommenden Aufgaben, die ich übernehmen werde.“

Von Uwe Plien

 

Das könnte dich auch interessieren …